Berat, die Stadt der tausend Fenster

  • Juli 29, 2017
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So so, wer Berat nicht gesehen hat, hat also Albanien nicht gesehen, sagt man.
Das darf uns natürlich nicht passieren und so fahren wir von Sarandë aus rund 220 km weiter.
Berat liegt ungefähr 130 km von Tirana entfernt im Tal des Flusses Osum und ist umgeben von hohen Bergen.  Seit 2008 gehört auch Berat zum UNESCO Weltkulturerbe und soll zu den schönsten Orten in Albanien zählen.
Wir erreichen die Stadt schweißnass, da es wieder sehr warm geworden ist. Das Thermometer zeigt teilweise 40 Grad an. Mit einem Motorrad ist der Fahrtwind die einzige winzige Abkühlung, aber bei solch hohen Temperaturen gleicht das Fahren eher dem Fahren gegen den heißen Föhn.
Unser Hotel ist schnell gefunden, da uns ein Mann, der vor einer Galerie sitzt, gleich anspricht und sich als Verantwortlicher für das Hotel entpuppt. Gebucht haben wir das Hotel am Vortag über booking.com, was sich als sehr praktisch erwiesen hat. Wir beziehen ein kleines Zimmer, machen uns frisch und starten die Erkundung der Stadt.
Nach einem ersten kalten Getränk in der noch menschenleeren Fußgängerzone machen wir uns auf zur Festung von Berat, die heute noch bewohnt wird und mit einer Fläche von fast 10 Hektar den Großteil der Stadt ausmacht.
Wieder geht es steil bergauf und wieder gleiten die Füße über rutschiges Kopfsteinpflaster. Hier sollte man auch festes Schuhwerk anziehen, sonst wird der Weg nach oben unangenehm.
Für 200 LEK passieren wir das Tor und finden uns inmitten von Häusern wieder, die im 18. Jahrhundert erbaut wurden. Allzu gut kann man sich das Leben hier in früherer Zeit vorstellen, hat sich doch äußerlich nicht viel verändert.

Wir gehen durch schmale Gassen vorbei an Menschen, die Handwerkskunst anbieten und schlendern an der Festungsmauer entlang.
Der Blick ins Tal ist wunderschön.
Fast wäre mir noch ein Welpe in die Tasche gesprungen, der zunächst in der heißen Sonne döst und dann angelockt von mir die Streicheleinheiten sichtlich genießt. Aber ich bleibe standhaft.
Am Abend essen wir in einem Restaurant, was den besten Blick auf die tausend Fenster der Stadt bietet. Wir genießen das Treiben in den jetzt gut gefüllten Straßen und lassen einen schönen Tag sanft ausklingen.

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